|
Die „Wanderwege“ sind teilweise aus „deutscher“ Sicht sehr steil. Die Erlebnisse und Aussichten
belohnen auf jeden Fall. Nehmen Sie ruhig ein paar „eingelaufene“ Wanderschuhe mit in den Urlaub.
Teilweise wird es Ihnen vorkommen, als seien Sie in einem Urwald – Sie können sich nicht satt sehen
an dem Reichtum dieser Pflanzenwelt (jedes Foto, welches Sie machen, werden Sie zu Hause bewundern).
Nehmen Sie stets zum wandern einen Plastebeutel mit. Der kann wichtig für Kamera, Handy etc. sein,
wenn es anfängt zu regnen.
Fürs erste ist es empfehlenswert, an den Straßen entlang die Umgebung kennenzulernen.
Lassen Sie sich vor Ort ruhig ein paar Tips für andere Wanderwege geben. So wird es richtig spannend.
Großartig verlaufen kann man sich nicht.
Landen Sie zwischendurch in Ortschaften, empfehle ich Ihnen, eines der Cafe`s zu besuchen.
Anders, als bei uns, sind diese recht einfach eingerichtet. Aber eben dort lernt man die Azorianer kennen.
Man trifft und unterhält sich.
Es kann gut passieren, dass Sie erst später merken, neben dem Bürgermeister gesessen zu haben.
Dort sind alle „gleich“.
Probieren Sie unbedingt den Kaffee. Auch das Bier und die Weine (z.B.: vino da casa!)
sind unbedingt empfehlenswert und preiswert.
Sete Cidades - Sieben Städte
Egal, in welche Richtung Sie gehen, interessant ist alles.
Wenn Sie auf Sao Miguel sind, sollten Sie unbedingt (und ich bin mir sicher, das werden Sie)
einen Weg nach Sete Cidades (Sieben Städte) an den Kraterseen Lagoa Azul (Blauer See) und
Lagoa Verde (Grüner See) finden.
Von Joao Bom aus (im Nord-Westen der Insel, ca. 300 Einwohner) gehen Sie neben dem ersten Cafè
rechts „in den Berg“. Nach einem abenteuerlichen Aufstieg (ca. 1 Stunde) wird ein atemberaubender
Ausblick die Belohnung sein.
Sie sehen auf die Kraterseen und nach kurzer Zeit sehen Sie Sete Cidades.
Immer der Nase nach und Sie sind im Ort. Sete Cidades ist ein kleines Bauerndorf.
Es zeigt sich wie „frisch herausgeputzt“ und strahlt Ruhe und Gelassenheit aus.
Auch hier gibt es verschiedene Cafe`s und Restaurants. Das Essen ist ausgezeichnet.
Dazu einen Kaffee oder einen erfrischenden „Vino da casa“
(die Preise sind moderat – aus deutscher Sicht günstig).
Picknikplätze von Sete Cidates in Richtung Lagoa Azul (Blauer See) laden zum verweilen ein.
Ponta da Ferraria
Wer möchte nicht im Urlaub baden gehen? Bei 18°C Lufttemperatur im Winter? - geht nicht -
Doch – es geht.
Von Ponta Delgada in Richtung Westen, vorbei an Feteiras bis Ginetes. Vom Dorfplatz ab geht es nach
Ponta da Ferraria.
Auf dieser recht steil abgehenden Straße sehen Sie links einem Schloss ähnlich errichteten Leuchtturm.
Kurz anhalten – die Aussicht lohnt sich.
Fahren oder wandern Sie weiter, sehen Sie nach einiger Zeit ein sehr schön gestaltetes,
aber leider vom Verfall gekennzeichnetes Gebäude. Es ist eine ehemalige Badeanstalt.
Der Weg, durch Mauern begrenzt, führt weiter zur Bucht aus Lavagestein (unbedingt Strandschuhe mitnehmen).
Die Bucht wir mit heißen Quellen durchströmt. Je nach Ebbe und Flut sucht man sich im Wasser „seine“
Temperatur. An der Seite der Quellen haben Sie bis zu 70°C. Wer möchte kann auch von da aus in den Ozean
hinein schwimmen.
Dieser Küstenabschnitt wird auch von Tauchern aufgesucht und eignet sehr gut zum schnorcheln.
Furnas - Terra Nostra Park
Der Weg führt von Ponta Delgada aus gesehen in Richtung Osten zum Lagoa des Furnas.
Furnas ist ein kleiner, sehr gepflegter Ort mit vielen Einbahnstraßen. Das Beste ist, man besucht
ihn zu Fuß.
Ein heißer Tipp ist der Parque Terra Nostra (Terra Nostra Park). Planen Sie mindestens einen halben Tag ein.
Der Park ist ca.12 ha groß. Man spricht von über 100 Palmenarten.
Erholung pur ist hier angesagt.
Sie werden sich vorkommen, wie einer anderen Welt.
Die heißen Quellen von Furnas - die Caldeiras
Südwestlich von Furnas liegt der See Lagoa des Furnas (baden wird dort nicht empfohlen).
Machen Sie lieber einen Bummel durch die Dampfquellen, die Caldeiras.
Achtung: Schwefeldämpfe!
Die Caldeiras fördern kochendes Wasser und auch grauen Schlamm an die Erdoberfläche.
In die Erde sind extra Löcher eingelassen. Diese benutzt man zum kochen eines Cozido.
Das ist ein Eintopf aus Huhn, Wurst, Rind- und Schweinefleisch und Kraut (verschieden je nach eigenem Geschmack).
Ein paar Stunden in den Dampfquellen mit Erde abgedeckt gegart und durch die Dämpfe aromatisiert,
isst man ihn am besten gleich auf dem nahe gelegenen Picknickplatz.
|